Ziemlich viel Papier…

…hat sich bei mir angesammelt.

Auf die Groundwork of Evangelion Artbook-Serie hatte ich schon seit längerem ein Auge geworfen (ein Groundwork ist sozusagen das Layout für die spätere Animation). Als es dann bei ebay ein ganzes Set der 8 bisher erschienenen Groundworks zu kaufen gab habe ich zugeschlagen.

Vol.1 bis 3 in der deutschen Fassung (Anime Episoden 1-26), Movie 1 & 2 japanische Ausgaben (Death and Rebirth & End of Evangelion), Rebuild of Evangelion 1.11 & 2.22 japanische Fassungen (zum zweiten Film gibt es zwei Groundworks). Die 8 Bücher mit insgesamt 2536 Seiten haben ein Gesamtgewicht von ca. 6kg.

Als nächster Großeinkauf stehen die Complete Records Collections der beiden Rebuild Filme an. Die Artbooks sind schon seit längerem out of print und außerhalb Japans relativ schwer zu bekommen. Eine bezahlbare, gebrauchte 1.11 Ausgabe mit internationalem Versand habe ich glücklicherweise bei amazon.co.jp  gefunden (das Paket ist gerade zu mir unterwegs). Bei 2.22 jedoch liegt der Preis des einzigen internationalen Angebots bei ca. 600€, was im Moment mein Konto nicht hergibt.

Desweiteren habe ich im Internet Bastelbögen für diverse Modelle aus der Neon Genesis Evangelion Serie gefunden. Für meinen ersten Versuch habe ich mir das einfachste Modell ausgesucht. Jet Alone benötigt nur zwei Seiten, die ich mit unserem Tintenstrahldrucker ausgedruckt habe. Das verwendete Papier hat 300g/m², was sich später noch als kleines Problem herausstellen sollte. Das benötigte Werkzeug hatte ich schon zu Hause, bzw konnte ich billig im Bastelshop kaufen:

  • Schneidunterlage aus Kunststoff
  • Grafikmesser
  • Bastelkleber
  • Aluminium-Lineal
  • Zahnstocher
  • Pinzette

links die zwei Bögen Jet Alone, rechts das 52-seitige Set für EVA-00 (mit einem Laserdrucker auf dünneres Papier gedruckt); für Jet Alone habe ich keine Anleitung gefunden, für den Evangelion gibt es gottseidank eine bebilderte Anleitung im PDF-Format

einige Teile sind sehr klein, was das Falten der Klebelaschen, wenn man dickes Papier verwendet, deutlich erschwert; ich habe deshalb die Falzkanten mit dem Messer immer leicht angeritzt; Zahnstocher eignen sich gut um den Kleber an schwierig zugängliche Stellen zu bekommen; mit der Pinzette lassen sich auch kleine Klebestellen gut zusammendrücken

die sechs Kühltürme müssen gerollt und dann an den Nahtstellen verklebt werden; mit dickem Papier habe ich das nicht hinbekommen (der Durchmesser der Türme beträgt nur 4-5mm), deshalb habe ich die Türme extra noch ein mal auf dünneres Papier gedruckt; das 300g/m² Papier ist relativ fest, die Figur ist daher, dafür das sie nur aus Papier ist, ziemlich stabil; jedoch sehen manche scharfen Falzkanten aufgrund des anritzens nicht 100%ig schön aus; zudem bereitet das starre Papier besonders bei den großen abgerundeten Teilen am Oberkörper ab und an Schwierigkeiten

das fertige Modell ist ca. 20cm groß (mit Kühltürmen gut 25cm);

da ich die Füße nicht exakt symmetrisch hinbekommen habe stand die Figur immer etwas schief; um das zu beheben habe ich am Rechner ein einfaches Podest gezeichnet, ausgedruckt, gefaltet und den Roboter darauf geklebt

nach ca. 9 Stunden Bastelzeit hier der Vergleich: Modell <-> Anime

2 Antworten to “Ziemlich viel Papier…”

  1. [Aya] Says:

    Also ich muss dir mal ein großes Kompliment aussprechen.Das ist echt abgefahren, sowas cooles hab ich schon lange nicht mehr gesehen.Du hättest auf jeden Fall das Zeug zum Modelkit-Bastler.

    Der Eva00 sieht ziemlich haarig aus, hat der Bogen echt 52 Seiten? Ich glaub mit Papier arbeitet sich das noch schwerer als mit Resin, weil man da so schnell was kaputtmachen kann. Bin schwer beeindruckt. das ist besser als Origami😀

    • kelondir Says:

      Naja, bei Modellkits muss man auch noch mit Pinsel und Farbe umgehen können, da bleibe ich im Moment doch lieber bei Messer und Kleber. Für EVA-00 alleine braucht man 41 Seiten, der Umbilikal-Plug am Rücken besteht aus 2 Seiten und das Schild das EVA-00 trägt hat 9 Seiten. Der Vorteil beim Papier ist, wenn ein Teil komplett kaputt ist kann man es einfach neu ausdrucken, man muss halt nur beim zusammenkleben der einzelnen Baugruppen aufpassen, denn wenn eine ganze Gruppe an Teilen hinüber ist sind einige Stunden Arbeit umsonst gewesen. Bei Resin stelle ich mir das ausmerzen von Fehlern etwas schwieriger vor…

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